Kieler Nachrichten 17.08.06

Nun doch kein Abstieg für den TSV Wattenbek
 

Wattenbek – Die Volleyballer des TSV Wattenbek hatten sich mit ihrem Abstieg aus der Landesliga bereits abgefunden. Die Weichen für die neue Bezirksliga-Spielzeit waren gestellt. Jetzt kommt alles anders: Der Bezirksliga-Dritte VfL Oldesloe verzichtet auf seinen Platz in der Landesliga, so dass der TSV Wattenbek als erster Nachrücker weiterhin in der fünften Liga aktiv sein darf.

„Wir hatten uns schon auf die Bezirksliga eingeschossen, doch jetzt freuen wir uns auf ein weiteres Landesligajahr“, sagt Wattenbeks Spartenleiter und Mannschaftsführer Sven Schmidt. Der VfL Oldesloe sah sich nicht im Stande, die Auflagen für die Landesliga (genügend Schiedsrichter und Trainer sowie Jugendmannschaften) zu erfüllen. Als Staffelleiter Jürgen Vogt die frohe Botschaft verkündete, stellte Schmidt die Entscheidung pro oder contra Landesliga zur Abstimmung. „Einstimmig“, lautete das klare Votum für den Landesliga-Verbleib.

Allerdings wird Trainerin Beate Ziffer Schwerstarbeit verrichten müssen, um eine Wiederholung der rabenschwarzen Vorsaison zu verhindern. Leichter wird es nicht, verlor Wattenbek nach dem Abstieg mit Rudi Sohn und Heiko Behrens (beide zum Verbandsligisten Kieler TV) zwei jahrelange Stammkräfte. Allerdings gibt es auch Verstärkung: Mit Per Helbron ist ein wichtiger Angreifer zurückgekommen und der Mittelblocker Torben Schlüter steigt aus der Jugendabteilung hervor. „Zusammen mit den beiden Jugendspielern Niklas Flick und Frederik Wendt ergibt sich so ein durchaus hoffnungsvoller Kader“, so Schmidt, der einen Nichtabstieg als leichter ansieht, als einen sofortigen Wiederaufstieg.

Um pünktlich zum ersten Saisonspiel am 16. September beim Verbandsliga-Absteiger Strande in Form zu kommen, haben die Wattenbeker eine Sondergenehmigung erhalten, um auch in den Ferien in der Bordesholmer Sporthalle trainieren zu können. mey

Abschied vom TSV: Rudi Sohn (vorn) und Heiko Behrens wechselten zum Kieler TV. Foto mey